Darmspiegelung

Bei der Spiegelung des Dickdarms (Koloskopie) wird ein flexibler Schlauch (Endoskop) über den After in den Enddarm und dann bis zur Einmündungsstelle des Dünndarms, die sich im rechten Unterbauch befindet, vorgeschoben. Bei bestimmten Fragestellungen wird auch das Ende des Dünndarms untersucht.

Bei dieser Untersuchung können krankhafte Veränderungen des Dickdarms wie Entzündungen, Polypen und Tumore sehr genau erkannt werden. Zur Erkennung von Krankheiten können schmerzlos Proben zur feingeweblichen Untersuchung entnommen werden. Gleichzeitig können Polypen, die Krebsvorstufen darstellen, während der Untersuchung mit einer Schlinge entfernt werden. Dadurch wird die Entstehung von Dickdarmkrebs verhindert. Daher erfolgt die Koloskopie auch als Krebsvorsorgeuntersuchung, die den gesetzlich Versicherten ab dem 55. Lebensjahr zusteht. Weitere Informationen zur Vorsorgedickdarmspiegelung finden Sie auf den Seiten des Berufsverbandes Niedergelassener Gastroenterologen (BNG):

Damit der Dickdarm ausreichend beurteilt werden kann, muss er vorher gereinigt werden. Die Vorbereitung erfolgt individuell angepasst an die jeweiligen Erfordernisse und Möglichkeiten. Weitere Informationen finden sie in unserer Patienteninformation.

Patienteninfo „Vorbereitung zur Darmspiegelung“ (PDF, 278 Kb)

Vor der Untersuchung werden Sie in einem ärztlichen Vorgespräch ausführlich über die Notwendigkeit und den Ablauf der Untersuchung informiert. Im Anschluss an die Untersuchung werden mit Ihnen im Entlassungsgespräch das Ergebnis der Untersuchung und die eventuell erforderliche Therapie besprochen. Ihr Hausarzt erhält kurzfristig einen ausführlichen Bericht, ein Kurzbefund wird ihnen beim Entlassungsgespräch mitgegeben.

Wir empfehlen Ihnen für die Untersuchung die Verabreichung einer Kurzschlafnarkose („Schlaf-/Beruhigungsspritze“). Dies ermöglicht eine völlig schmerzfreie und entspannte Darmspiegelung. Sie können auch in diesem Fall die Praxis ca. eine halbe Stunde nach der Untersuchung weitestgehend unbeeinträchtigt verlassen. Allerdings besteht von juristischer Seite her eine Verkehrsuntauglichkeit bis zum nächsten Morgen. Deshalb ist nach der Untersuchung eine Abholung durch eine Begleitperson oder ein Taxi erforderlich, da Sie bis zum nächsten Morgen nicht ohne Begleitperson am Straßenverkehr teilnehmen dürfen. Eine entsprechende Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird bei Bedarf ausgestellt.