Magenspiegelung

Bei der Spiegelung des Magens (Gastroskopie) wird ein flexibler Schlauch (Endoskop) über den Mund in den Rachen und dann über die Speiseröhre in den Magen und den Zwölffingerdarm vorgeschoben.

Bei dieser Untersuchung können krankhafte Veränderungen des oberen Verdauungstraktes wie Speise­röhren­entzündungen (Sodbrennen), Magen­schleimhaut­entzündungen, Geschwüre im Magen und Zwölffingerdarm sowie Tumore sehr genau erkannt werden. Zur Erkennung von Krankheiten können schmerzlos Proben zur feingeweblichen Untersuchung entnommen werden. Gleichzeitig können Polypen, die Krebsvorstufen darstellen, während der Untersuchung mit einer Schlinge entfernt werden. Auch eine Besiedlung oder Erkrankung des Magens durch Helicobacter pylori kann bei dieser Untersuchung sicher erkannt werden.

Zur Vorbereitung müssen Sie am Tag der Untersuchung nüchtern bleiben, das heißt, Sie dürfen 6 Stunden vorher keine feste Nahrung zu sich nehmen. Klare Getränke, wie Wasser oder Tee sind bis 2 Stunden vorher erlaubt. Auch Medikamente dürfen Sie mit Flüssigkeit bis 2 Stunden vor der Untersuchung einnehmen. Nach der Untersuchung dürfen Sie, wenn nicht etwas anderes vereinbart wird, nach einer halben Stunde wieder normal essen und trinken.

Direkt vor der Untersuchung werden Sie in einem ärztlichen Vorgespräch über die Notwendigkeit und den Ablauf der Untersuchung informiert. Im Anschluss an die Untersuchung werden mit Ihnen im Entlassungsgespräch das Ergebnis der Untersuchung und die eventuell erforderliche Therapie besprochen. Ihr Hausarzt erhält kurzfristig einen ausführlichen Bericht, ein Kurzbefund wird ihnen beim Entlassungsgespräch mitgegeben.

Die Untersuchung dauert im Regelfall nicht länger als 10 Minuten, ist schmerzfrei, verursacht aber sehr häufig einen starken Würgereiz während der Spiegelung. Wir empfehlen Ihnen bei Neigung zum Würgen für die Untersuchung die Verabreichung einer Kurzschlafnarkose („Schlaf-/Beruhigungsspritze“). Dies ermöglicht Ihnen eine völlig entspannte Magenspiegelung. Sie können auch in diesem Fall die Praxis ca. eine halbe Stunde nach der Untersuchung weitestgehend unbeeinträchtigt verlassen. Allerdings besteht von juristischer Seite her eine Verkehrsuntauglichkeit bis zum nächsten Morgen. Deshalb ist nach der Untersuchung eine Abholung durch eine Begleitperson oder ein Taxi erforderlich, da Sie bis zum nächsten Morgen nicht ohne Begleitperson am Straßenverkehr teilnehmen dürfen. Eine entsprechende Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird bei Bedarf ausgestellt.